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Laos: Das Land.
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Loas gehört zu den am wenigsten entwickelten und ärmsten Länder der Welt. Die neue marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftspolitik hat vornehmlich eine Liberalisierung des bestehenden Systems zum Ziel. Mit einem Anstieg des BIP und einem Rückgang der Inflationsrate wurden erste Erfolge erzielt. Laos ist ein Binnenstaat mit zahlreichen Bodenschätzen. Viele davon wurden wahrscheinlich noch gar nicht entdeckt. In den laotischen Wäldern findet man Teak. Das Potential zur Gewinnung hydroelektrischer Energie ist gewaltig. In den Tälern des Mekong und auf dem Bolovenplateau im äußersten Süden des Landes befinden sich die wichtigsten Anbaugebiete mit fruchtbarem Ackerland. Der Mekong als bedeutenste Bewässerungsanlage der Reisfelder, ist ausserdem Lebensraum vieler Fischarten, die eine wichtige Nahrungsquelle für die Bevölkerung sind. 80 Prozent der Laoten leben von der Land- und Forstwirtschaft, deren vordringliche Entwicklung Ziel der Regierungspolitik ist. Ein Großteil dieser Bevölkerungsteile ist noch in der Natural- und Subsistenzwirtschaft eingebunden. Die Industrie des Landes besteht lediglich aus kleineren Fabriken zur Produktion von Konsumgütern. Während in den achtziger Jahren das gewaltige jährliche Finanzdefizit durch Auslandshilfe vorwiegend aus der Sowjetunion (UdSSR) und Vietnam ausgeglichen wurde, sendeten mit Beginn der neunziger Jahre Japan und die USA erste Hilfslieferungen nach Laos. Auch die Forstwirtschaft nimmt eine wichtige Rolle in der Wirtschaft des Landes ein. In den nördlichen Wäldern findet man neben anderen Edelhölzern vor allem Teak. Trotz einer Holzabschlagsperre durch die Regierung im Jahr 1991 gehören Holzprodukte zu den wichtigsten Exportgütern des Landes. Es gibt eine Vielzahl von Erzlagerstätten, aber nur der Gips- und Zinnerzabbau hat bislang Bedeutung. Die Industriebetriebe beschränken sich größtenteils auf Zinnwerke, Sägewerke, Reismühlen, Ziegeleien, Zigaretten- und Schuhfabriken sowie weitere Betriebe zur Fertigung von Konsumgütern. Die Währungseinheit in Laos ist der neue Kip zu 100 At. Die Geldwirtschaft beschränkt sich jedoch auf die Städte. In den ländlichen Gebieten erfolgt aber meist immer noch im Tauschhandel. Die Handelsbilanz ist negativ; wichtige Exportprodukte sind Holz, Stromenergie (nach Thailand), Kaffee und Zinn. Des weiteren exportiert Laos Kaffee, Kardamom, Benzoin, Harze, Leder und Häute. Importiert werden vor allem petrochemische Produkte, Kraftfahrzeuge, Maschinen, elektrische Anlagen, Stahl und Baumwolle. Der Export sowie der Import von Gütern wird jedoch durch ein schlecht ausgebautes Transportsystem behindert. In Laos gibt es keine Eisenbahn. Sein Straßennetz hat eine Länge von etwa 14 093 Kilometern. Eine bedeutende Rolle spielt der Binnenflugverkehr, wichtigster Verkehrsweg des Landes ist aber der Mekong. zurück |